| Neue Initiative fördert den Personalkreislauf zwischen Wirtschaft und Bundeswehr |
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Bundesweite Premiere: Wehrdienstberatung der Bundeswehr und Handwerkskammer arbeiten in der konkurrenzfreien Nachwuchsgewinnung unter einem Dach zusammen![]() Freuen sich über die Zusammenarbeit unter einem Dach (v.l.): HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag, Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert, Generalmajor André Gubernatis, Hans-Joachim Benner und Generalleutnant Axel Bürgener. Koblenz. Offizieller Startschuss für die neue Partnerschaft unter einem Dach: Die Wehrdienstberatung Koblenz des Zentrums für Nachwuchsgewinnung West und die HwK-Experten aus dem Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der Handwerkskammer Koblenz arbeiten jetzt Tür an Tür zusammen. "Die Menschen in der Bundeswehr sind der bedeutendste und wertvollste Faktor für die täglich aufs Neue im In- und Ausland unter Beweis gestellte Einsatzbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit", beschrieb der Amtschef des Personalamtes der Bundeswehr in Köln, Generalmajor André Gubernatis, die Motivation für seinen Verantwortungsbereich, gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz eine bundesweit einmalige Initiative in der Nachwuchsgewinnung und -sicherung zu starten: Unter dem selben Dach arbeiten jetzt die Wehrdienstberatung Koblenz des Zentrums für Nachwuchsgewinnung West und die HwK-Experten aus dem Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz zusammen. ![]() Generalmajor André Gubernatis (r.) stellt die Koblenzer Wehrdienstberater Oberleutnant Hans-Dieter Wiertz (m.) und Stabsfeldwebel Ludwin Körner vor. Das Engagement der Handwerkskammer in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr erläuterte HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag, MdB, auf dem Hintergrund des zunehmenden Mangels an Fach- und Führungskräften auch im Handwerk: "Der Preis für die hochqualifizierten Fach- und Führungskräfte, die wir aus dem Kreis der ehemaligen Soldaten gewinnen können, ist der zeitlich begrenzte Verzicht auf die von uns ausgebildeten Gesellen, die ihren Wehrdienst ableisten oder sich darüber hinaus für den Dienst in der Bundeswehr entscheiden." Scherhag richtete sich an seine Handwerkskollegen und verdeutlichte, dass der dagegen stehende Gewinn höher wiege: "Über das so genannte Ausbildungscoaching und Zeiten der Ausbildung am Arbeitsplatz, über Praktika im Betrieb, die als Bestandteil der Berufsförderung für Soldaten anerkannt sind, hat das Handwerk die Möglichkeit, sich seine zukünftigen Mitarbeiter zielgerichtet ausbilden zu lassen, ohne dass Kosten oder Ausfallzeiten entstehen." Der HwK-Präsident appellierte an die Betriebsinhaber, das Angebot des Beratungszentrums Bundeswehr-Handwerk für sich stärker zu nutzen. ![]() Wehrdienstberater Stabsfeldwebel Ludwin Körner berät eine junge Bewerberin für den Dienst als Soldat auf Zeit, während nebenan (Bildhintergrund) der Leiter des Beratungszentrums Bundeswehr-Handwerk, Hans-Joachim Benner, gemeinsam mit einem ausscheidenden Zeitsoldat einen individuellen Qualifizierungsplan für die Rückkehr in den Zivilberuf erstellt. Generalmajor Gubernatis unterstrich, dass der permanente personelle Austausch seit Jahrzehnten die Interessen von Streitkräften und Wirtschaft miteinander verklammere. "Ausgebildete, zivilberuflich gut qualifizierte junge Menschen treten in die Streitkräfte ein, vertiefen und erweitern hier ihre zivilberufliche Qualifikation und erwerben zusätzlich auch fachübergreifende, vor allem soziale Kompetenzen." Der Übergang in die zivile Erwerbstätigkeit sei gesetzlich verbindlich geregelt und werde über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr unterstützt. Auf dem Hintergrund der langjährigen erfolgreichen Kooperation zwischen Handwerkskammer und den zivilen wie militärischen Einrichtungen der Bundeswehr in Koblenz zeigten sich Scherhag und Gubernatis überzeugt, dass durch die tägliche Zusammenarbeit unter einem Dach beide Seiten noch intensiver voneinander lernen und das wechselseitige Verständnis für die jeweiligen Belange fördern könnten. Die Arbeit der Wehrdienstberatung, die jetzt in das Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz integriert ist, werde den Personalkreislauf zwischen Wirtschaft und Bundeswehr im Interesse der jungen Menschen intensivieren. Gemeinsam streben Bundeswehr und Handwerkskammer an, Schulabgängern und ausgelernten Jugendlichen tragfähige und langfristige Perspektiven für ihr Berufsleben zu eröffnen. ![]() Im Rahmen der Eröffnungsfeier ernannte der Befehlshaber Heeresführungskommando, Generalleutnant Axel Bürgener, im Auftrag des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Gert Gudera, den Leiter des Beratungszentrums Bundeswehr-Handwerk zum Oberst der Reserve. In seinem Grußwort zur Eröffnung des bundesweit ersten integrierten Wehrdienstberatungsbüros bei der HwK Koblenz erinnerte der Befehlshaber des Heeresführungskommandos, Generalleutnant Axel Bürgener, der bereits mehrfach in unterschiedlichen Verwendungen in Koblenz zu Hause war, an die in die frühen 90er Jahre zurückreichende Zusammenarbeit. Im Zuge des Prozesses der deutschen Einheit engagierte sich seinerzeit die HwK Koblenz darin, Soldaten der ehemaligen DDR durch Qualifizierungsmaßnahmen auf die Integration in die zivile Berufswelt vorzubereiten. Bürgener würdigte, dass der damalige Erfolg aus dem Zusammenwirken von Persönlichkeiten erwachsen sei, die sich auch heute noch in die zivil-militärische Kooperation einbrächten und aus diesen Erfahrungen heraus das Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz aufgebaut haben. In seinem Schlusswort bekräftigte Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert die Bereitschaft des Handwerks zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit, weil sie dazu diene, jungen Menschen Lebensperspektiven aufzuzeigen.
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Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 10. September 2002 |









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