Staatssekretär Klaus-Günther Biederbick zu Besuch im Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz
 Gespräche über die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Bundeswehr (v.l): Karl-Jürgen Wilbert, Karl-Heinz Scherhag, Klaus-Günther Biederbick, GenM Wolfgang Otto.
Koblenz. Er ist ein Mann der ersten Stunde, wenn es um die Kooperation von Bundeswehr und Wirtschaft in Koblenz geht: Der Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), Klaus-Günther Biederbick, besuchte in Begleitung von Generalmajor Wolfgang Otto, Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten im BMVg, das Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz.
HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert begrüßten die Gäste von der Hardthöhe beim Handwerk zu Gesprächen über die bisherigen positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit und die Perspektiven für eine Übertragung des Koblenzer Modells auf Bundesebene.
 Gemeinsame Nachwuchsgewinnung: Besuch bei Stabsfeldwebel Ludwin Körner (l.) in einem Wehrdienstberatungsgespräch.
Das Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz arbeitet seit fast vier Jahren erfolgreich als zivil-militärisches Kooperationsprojekt für den Wehrbereich II, der neben Rheinland-Pfalz die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen und Saarland umfasst. Die offizielle Präsentation des Beratungszentrums durch den Bundesminister der Verteidigung im August 1999 begleitete Staatssekretär Biederbick in seiner damaligen Funktion als Abteilungsleiter für Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten im BMVg. Auch die jüngste Ausweitung des Projektes auf eine Zusammenarbeit mit der Wehrdienstberatung im HwK-City-Büro fand seine Unterstützung.
Investition in die Zukunft junger Menschen
Die gemeinsame konkurrenzfreie Nachwuchsgewinnung von Bundeswehr und Wirtschaft und damit die Förderung des Personalkreislaufes Wirtschaft-Bundeswehr-Wirtschaft für Soldaten auf Zeit kristallisiert sich als wesentliche gemeinsame Zukunftsaufgabe heraus: Junge Menschen, die in Handwerk und Wirtschaft eine Erstausbildung durchlaufen haben, qualifizieren sich während ihres zeitlich befristeten Dienstes in der Bundeswehr weiter, um anschließend als menschlich und fachlich gereifte Führungskräfte in das Wirtschaftsgeschehen zurückzukehren.
 Informationen aus erster Hand: Hans-Joachim Benner (r.) erläutert als Leiter des Beratungszentrums seine Arbeit in der arbeitsmarktgerechten Qualifizierungsberatung.
Staatssekretär Biederbick würdigte bei seinem Besuch in Koblenz die Unterstützung, die die Kammer dem Zentrum für Nachwuchsgewinnung West der Bundeswehr gewährt, indem sie den Wehrdienstberatern den Zugang zu den Lehrlingen im Rahmen der überbetrieblichen Lehrgänge in den HwK-Berufsbildungszentren ermöglicht und mit ihnen Tür an Tür zusammenarbeitet. Perspektiven nicht nur für den Beruf, sondern auch für die persönliche Lebensgestaltung von jungen Leuten helfe das Handwerk so zu eröffnen.
Hier nehmen die Partner in der Koblenzer Kooperation eine arbeitsmarktpolitische Verantwortung wahr, denn die hoch qualifizierten ehemaligen Soldaten decken den wachsenden Fachkräftebedarf in der gewerblichen Wirtschaft als Unternehmer, leitende Angestellte und Ausbilder. Präsident Scherhag und Hauptgeschäftsführer Wilbert verweisen darauf, dass pro Jahr über 100 Soldaten auf Zeit ihre Fachausbildung nach einem durch das Beratungszentrum erstellten individuellen Qualifizierungsplan absolviert und damit ihre Karriere im Zivilberuf erfolgreich begründet haben.
Perspektiven für den Wehrbereich II und die Bundesebene
Ein konkreter Schwerpunkt des Besuches war die Vorbereitung zweier Arbeitstreffen im Frühjahr 2003. Noch im Februar werden beim Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin Gespräche über die Entwicklung einer gemeinsamen Nachwuchskampagne geführt. Die Ergebnisse sollen in eine Sitzung des gemeinsamen Kuratoriums unter Beteiligung des Staatssekretärs aus dem BMVg und des Generalsekretärs des ZDH Anfang März einfließen.
Für April sind die Hauptgeschäftsführer der im Wehrbereich II ansässigen Handwerkskammern sowie die Befehlshaber und Kommandeure der im Beirat für das Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk vertretenen militärischen und zivilen Einrichtungen der Bundeswehr zu einer Arbeitstagung eingeladen. Ziel ist eine verbesserte Einbindung der regionalen Truppenteile und Kammern in die aktive Projektumsetzung.
Staatssekretär Biederbick sowie die Kammerrepräsentanten Scherhag und Wilbert stimmten zum Abschluss ihres Gespräches in Koblenz darin überein, dass das einstige Pilotprojekt Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz längst zu einem erfolgreichen Modellprojekt für die bundesweite Umsetzung gereift sei. Der gegenseitige Nutzen sowohl für die gewerbliche Wirtschaft als auch für die Bundeswehr sei hier greifbar.
Informationen unter Tel.: 0261/ 398-126, E-Mail:
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Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 6. Februar 2003
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