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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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Das neue Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft hat seine Arbeit aufgenommen PDF Drucken E-Mail

Staatssekretär Klaus-Günther Biederbick startet Regionen übergreifende Kooperation von HwK Koblenz, IHK Koblenz und IHK Limburg mit bundesweitem Pilotcharakter - Förderung eines qualifizierten Personalkreislaufes zwischenWirtschaft und Bundeswehr

Gemeinsamer Startschuss für das neue Beratungszentrum (v.l.): Norbert Oestreicher (Hauptgeschäftsführer IHK Limburg), Günther Schmidt, (Präsident IHK Limburg), Generalmajor Wolfgang Otto (Beauftragter Bundeswehr-Wirtschaft im BMVg), Hans-Jürgen Podzun (Hauptgeschäftsführer IHK Koblenz), Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert (Hauptgeschäftsführer HwK Koblenz), Klaus Günther Biederbick (Staatssekretär im BMVg, unten bei seiner Ansprache), Karl-Heinz Scherhag (Präsident HwK Koblenz).
Gemeinsamer Startschuss für das neue Beratungszentrum (v.l.): Norbert Oestreicher (Hauptgeschäftsführer IHK Limburg), Günther Schmidt, (Präsident IHK Limburg), Generalmajor Wolfgang Otto (Beauftragter Bundeswehr-Wirtschaft im BMVg), Hans-Jürgen Podzun (Hauptgeschäftsführer IHK Koblenz), Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert (Hauptgeschäftsführer HwK Koblenz), Klaus Günther Biederbick (Staatssekretär im BMVg, unten bei seiner Ansprache), Karl-Heinz Scherhag (Präsident HwK Koblenz).

Koblenz/Limburg. Das vor fast fünf Jahren gestartete erfolgreiche Kooperationsprojekt Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk der Handwerkskammer Koblenz (HwK) ist endgültig den Kinderschuhen entwachsen: Gemeinsam mit den Repräsentanten von der HwK Koblenz und den Industrie- und Handelskammern Koblenz sowie Limburg (IHK) gab der Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), Klaus-Günther Biederbick, den Startschuss für das von den drei Kammern zukünftig gemeinsam getragene neue und erweiterte Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi).

In seiner Begrüßung erinnerte HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag daran, dass "unser gemeinsames Beratungszentrum bundesweit zu den dynamischsten und erfolgreichsten Modellen für eine zivil-militärische Zusammenarbeit gehört, von der beide Seiten profitieren. Auch die neue und Kammer übergreifende Kooperation ist einmalig in Deutschland". Für die Anerkennung und Unterstützung, die es seitens der Politik, ziviler und militärischer Stellen der Bundeswehr, aber auch innerhalb der Wirtschaft und ihren Organisationen erfahren habe, bedankte sich Scherhag stellvertretend bei Staatssekretär Biederbick, der "die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Kammern von Anfang an begleitet und gefördert hat".

Impulse für Arbeitsmarkt und Volkswirtschaft

Klaus Günther Biederbick (Staatssekretär im BMVg)
Klaus Günther Biederbick (Staatssekretär im BMVg)

Der Schwerpunkt in der Arbeit des alten wie des neuen Beratungszentrums liege in der Förderung eines qualifizierten Personalkreislaufes zwischen Wirtschaft und Bundeswehr, so der Handwerkspräsident. "Gemeinsam tragen wir in den Kammern, also in der Selbstverwaltung von Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung, Verantwortung für unsere Unternehmen mit ihren Betriebsinhabern, Mitarbeitern und Auszubildenden."

Trotz hoher Arbeitslosigkeit gebe es einen Mangel an Fach- und Führungskräften, auch mit Blick auf den bevorstehenden Generationswechsel in etwa jedem dritten Betrieb des Mittelstandes in den kommenden Jahren, betonten auch der Koblenzer IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Podzun und der Staatssekretär aus dem BMVg Biederbick: "Beide, Bundeswehr und Wirtschaft, haben einen steigenden Bedarf an Fach- und Führungskräften mit sowohl gewerblich-technischer als auch betriebswirtschaftlicher Qualifikation und sind daher darauf angewiesen, qualifizierten Nachwuchs in ausreichender Zahl zu gewinnen."

Ein lebendiger Personalkreislauf "aus der Wirtschaft über die Bundeswehr zurück in die Wirtschaft", in dem junge Menschen einen qualitativen Zugewinn an fachlichem Know-how und menschlicher Reife erlangen, ist dementsprechend Inhalt und Ziel des BzBwWi, das sich an drei Zielgruppen richtet.

Erfahrungen aus der Arbeit der HwK Koblenz für die Zukunft fortschreiben

Schwerpunkt ist die zivilberufliche Beratung und Qualifizierung von Soldaten auf Zeit (SaZ) in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). Dabei kommt den neu aufgestellten Standortteams des BFD und ihren Beratern eine wichtige Schnittstellenfunktion zu in der Aufgabe, den Kontakt mit den SaZ in Fragen des Wiedereinstiegs in den Zivilberuf herzustellen und zu pflegen, unterstrichen sowohl die Wirtschafts- wie die Bundeswehrvertreter. Das BzBwWi als Einrichtung der Wirtschaft bietet sich der Bundeswehr als starker und kompetenter Partner an, "der sein Ohr dicht am Arbeitsmarkt hat" und der durch die Einbindung von Unternehmen - als den potenziellen Arbeitgebern für die SaZ nach ihrem Dienstzeitende - attraktive und arbeitsmarktgerechte Zukunftsperspektiven für und mit den SaZ erarbeitet.

Daraus ergibt sich die zweite Zielgruppe, die Unternehmen, zu denen die Kammern aus ihrem Selbstverständnis heraus einen engen Kontakt pflegen. IHK-Hauptgeschäftsführer Podzun stellte in seinem Grußwort namens der Limburger und Koblenzer IHKn die von diesen entwickelte und im Internet unter "www.bundeswehr-wirtschaft.de" eingebundene Beratungsplattform vor. "Sie ergänzt auf ideale Weise die persönliche Beratung und stellt ab sofort das Forum dar, wo sich beide Seiten, Bundeswehr und Wirtschaft, jederzeit von jedem Ort ohne großen Aufwand treffen können." Die virtuelle Stellen- und Informationsdatenbank bündelt konkrete Bewerber- und Unternehmensprofile.

Die dritte Zielgruppe sind die jungen Berufseinsteiger, die sich nach ihrer Schul- oder Berufsausbildung für die Bundeswehr interessieren. Staatssekretär Biederbick unterstrich in seiner Ansprache, dass das Koblenzer Modell in einer auch räumlichen Zusammenarbeit mit der Wehrdienstberatung bundesweit neue Wege gegangen sei. "In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft wurde im Rahmen der Reform der Bundeswehr eine umfangreiche Ausbildungs- und Qualifizierungsinitiative gestartet, um qualifizierten Nachwuchs in ausreichender Zahl zu gewinnen", so der BMVg-Repräsentant. Die Kooperation zeige die wechselseitige Beziehung zwischen der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr und der Reintegration der SaZ in das zivilberufliche Erwerbsleben auf.

Sozial- und gesellschaftspolitische Verantwortung

"Das Konzept, junge Menschen für eine begrenzte Zeit als Soldat zu verpflichten und sie mit gewachsenen Kompetenzen in die Firmen zurückzugeben, wird von Unternehmen und ihren Verbänden zunehmend als Angebot der Bundeswehr zur Ergänzung einer eigenen vorausschauenden Personalplanung angesehen. Die Förderung von Ausbildung und Beschäftigung ist unsere sozial- und gesellschaftspolitische Verpflichtung", zeigte Staatssekretär Biederbick die gemeinsam verfolgten Interessen auf.

"Ein Büro voller Chancen", umschrieb HwK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert in seinem Schlusswort zur Eröffnung des neuen Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft das Potenzial in der Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Bundeswehr. Mit ihrem Reformprozess sei die Bundeswehr auf dem Weg zu modernen Strukturen, müsse dabei aber immer auch eine effiziente Einsatzarmee bleiben. In diesem Prozess profitierten beide Seiten von einer intensiven Partnerschaft, wie sie im Bereich der beruflichen Bildung praktizierte Wirklichkeit sei.

Informationen unter Tel.: 0261/ 398-126, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 2. April 2004