| Spitzenkräfte unter den Soldaten auf Zeit für die Unternehmen gewinnen |
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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft zieht Bilanz zum fünfjährigen Bestehen![]() Ihre Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW) bei der Bundeswehr führt zwanzig SaZ zum Berufsabschluss „Kfz-Mechatroniker“. Bausteine dieser Qualifizierung sind überbetriebliche Lehrgänge im HwK-Berufsbildungszentrum Bad Kreuznach, wie der einwöchige Praxiskurs „Kfz-Pneumatik und -Hydraulik“. Die beiden Unteroffiziere Peter Weber und Daniel Palecki (v.r.) installieren an einer Aggregatwand Pneumatik-Bauteile für eine druckabhängige Steuerung. Koblenz. Eine durchweg positive Bilanz der Arbeit des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) in den vergangenen fünf Jahren ziehen HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert, die am 4. August 1999 gemeinsam mit dem Bundesminister der Verteidigung dieses zivil-militärische Kooperationsprojekt aus der Taufe gehoben hatten. Seit dem Frühjahr 2004 arbeitet die Handwerkskammer Koblenz mit den beiden Industrie- und Handelskammern Koblenz und Limburg im ursprünglichen Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk zusammen. "Mit dieser Erweiterung verfolgen wir das Ziel, Soldaten auf Zeit (SaZ) deutlich umfangreichere Perspektiven für ihre Rückkehr in den Zivilberuf nach Ende der Bundeswehrzeit eröffnen zu können", erläutert Scherhag. "In den fünf Jahren des Bestehens hat sich das Beratungszentrum als kompetenter Dienstleister für Unternehmen und Verbände der Wirtschaft, für Streitkräfte und Wehrverwaltung der Bundeswehr, vor allem aber für die Soldaten einen bundesweit anerkannten Namen erworben." Wilbert erinnert in diesem Zusammenhang an besondere Wegmarken: "Am 1. Mai 2001 startete die eigene Internetpräsenz unter www.bundeswehr-wirtschaft.de - auch dies eine Kooperation mit Pilotcharakter - und am 24. April 2002 erschien die erste Ausgabe von Y-BERHOLSPUR.DE, einem Magazin, in dem zweimal pro Jahr anschauliche Beispiele für das Durchstarten von ehemaligen SaZ im Zivilberuf vorgestellt werden." "Mit unserem Engagement im Zusammenspiel mit der Bundeswehr möchten wir Spitzenkräfte unter den Soldaten für unsere Betriebe gewinnen", so Scherhag. Dem dient auch der neue Bewerber- und Firmenpool auf der Homepage des BzBwWi. "In Zusammenarbeit mit unseren Betrieben qualifizieren wir sie so, dass sie Führungsaufgaben wahrnehmen oder sogar als Unternehmensnachfolger durchstarten können. Wir brauchen diese Fach- und Führungskräfte in den kommenden Jahren verstärkt, um zukunftssichere Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten zu können." Wilbert und Scherhag unterstreichen, dass die Kammern hierbei eine auch volkswirtschaftlich notwendige Aufgabe erfolgreich wahrnehmen. Bilanz in ZahlenSchwerpunkt in der Arbeit des BzBwWi ist die individuelle Qualifizierungsberatung für SaZ mit Blick auf ihre Rückkehr in den Zivilberuf. "Mit bestandener Meister- oder anerkannter Fortbildungsprüfung, ergänzt durch spezifische Fachkurse und die 'Ausbildung am Arbeitsplatz' in Unternehmen der Region, steht einer Beschäftigung als Fach- oder Führungskraft nichts mehr im Wege", ist sich HwK-Präsident Scherhag sicher. Zunehmend wüssten Unternehmer das Potenzial dieser hervorragend qualifizierten, leistungswilligen und motivierten Frauen und Männer - durch die Bundeswehr und ihren Berufsförderungsdienst (BFD) zeitlich und finanziell gefördert - zu schätzen, ergänzt Hauptgeschäftsführer Wilbert. Rund 12 Prozent der SaZ, die nach Konzepten des BzBwWi qualifiziert wurden, haben sich bislang für eine Existenzgründung oder die Weiterführung eines bestehenden Betriebes entschieden. Derzeit befinden sich allein in den bis zu zweijährigen Lehrgängen der HwK Koblenz 106 SaZ. Im ersten Halbjahr 2004 nahmen 134 SaZ eine individuelle und kostenfreie Beratung durch das BzBwWi in Anspruch. Etwa jeder dritte setzt den Qualifizierungsplan in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer um. "Wir beraten die Soldaten unabhängig von Bildungsträgern so, wie es ihren Neigungen und beruflichen Zielvorstellungen am ehesten entspricht", begründen Scherhag und Wilbert noch einmal den Schritt zur Ausweitung der Kooperation mit den Schwesterkammern. Aus Sicht des Handwerks fällt der hohe Stellenwert auf, den die Meisterprüfung genießt. Jeder zweite SaZ strebt sie an und kombiniert sie mit Spezialqualifizierungen wie den "Betriebswirt des Handwerks" oder anerkannte technische Fachkraft-Abschlüsse. Dass über die Leistungen des BFD hinaus, der von Anfang an wichtiger Partner im BzBwWi ist, ein umfangreicher Bedarf an wirtschaftsnaher Information besteht, zeigen die rund 30 Veranstaltungen in Kasernen oder Berufsbildungszentren der Wirtschaft, an denen im ersten Halbjahr rund 1000 SaZ, Personaloffiziere und Wirtschaftsvertreter als Multiplikatoren teilnahmen. Nutzen für die BundeswehrDie militärischen Vorgesetzten der SaZ in der Bundeswehr unterstützt das BzBwWi in ihrer Fürsorgepflicht, wenn es die Soldaten beim Wiedereinstieg in den Zivilberuf Arbeitsmarkt gerecht berät und qualifiziert. Darüber hinaus arbeitet die Kammer-Einrichtung seit rund zwei Jahren unter dem Dach der HwK mit dem Zentrum für Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr zusammen. In bester City-Lage erreicht hier der Wehrdienstberater eine zusätzliche Zielgruppe zur Deckung des Fachkräftebedarfes in der Truppe. "Gerade das Handwerk bildet seit Jahren über Bedarf aus. Gemeinsam mit der Bundeswehr eröffnen wir hier unseren Junggesellen Perspektiven für den beruflichen Aufstieg durch den Dienst in den Streitkräften. Tür an Tür zeigen wir langfristige berufliche wie persönliche Perspektiven im Zusammenspiel von Wirtschaft und Bundeswehr auf", so Scherhag und Wilbert abschließend. Informationen unter Tel.: 0261/ 398-126, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 28. Juli 2004 |






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