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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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Von Nachwuchsgewinnung bis Wiedereinstieg in den Zivilberuf PDF Drucken E-Mail

Chef des Personalamts der Bundeswehr zu Gesprächen in der HwK Koblenz

Generalmajor Wolfgang Born, Hans-Joachim Benner, Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert (v.l.) mit dem neuen Plakat, das auf die Leistungen des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft für Soldaten auf Zeit hinweist.
Generalmajor Wolfgang Born, Hans-Joachim Benner, Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert (v.l.) mit dem neuen Plakat, das auf die Leistungen des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft für Soldaten auf Zeit hinweist.

Koblenz. Von der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr über die zivilberufliche Wiedereingliederung von Soldaten auf Zeit bis zu einem Bildungspass Bundeswehr-Wirtschaft vor einem europäischen Horizont reichten die Themen bei einem Treffen in der Handwerkskammer Koblenz (HwK) von Generalmajor Wolfgang Born mit HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag, Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert und dem Leiter des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi), Hans-Joachim Benner. 

Die HwK-Repräsentanten überreichten dabei dem Gast das neu gestaltete Plakat, mit dem auf die Leistungen des Koblenzer Zentrums für Soldaten auf Zeit hingewiesen wird. Der Amtschef im Personalamt der Bundeswehr Köln versicherte, dass es bald in den Kasernen, BFD-Standortteams und Einrichtungen der Bundeswehr im Wehbereich II eingesetzt werde. Dadurch sollte die wechselseitige Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Kammern, von der beide Seiten profitieren, bekannter gemacht werden. Formen und Möglichkeiten, die Kooperation zu festigen und auszubauen, waren dann auch die eigentlichen Gesprächsinhalte zwischen Kammerspitze und dem General.

Plakat des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft
Plakat des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft

Während aktuell die Lage auf dem Ausbildungsmarkt - trotz dem überdurchschnittlichen Engagement des Handwerks in Sachen Lehre, wie Scherhag und Wilbert betonten - angespannt ist, zeichnet sich durch die demografische Entwicklung in wenigen Jahren ein massiver Fachkräftemangel ab. Davon sind die Unternehmen in der Region genauso betroffen, wie die Bundeswehr. Und beide Seiten profitieren davon, wenn junge Leute nach ihrer Berufsausbildung während und durch den Dienst in der Bundeswehr einen Zugewinn an fachlichem und sozialem Know-how erfahren. General Born sprach sich deshalb für eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Wirtschaft und der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr aus, wie sie durch das Kontaktbüro der Wehrdienstberatung im HwK-City-Büro einerseits und regelmäßige Informationsveranstaltungen für Lehrlinge im Rahmen der überbetrieblichen Kurse in den HwK-Berufsbildungszentren andererseits praktiziert wird.
Berufsbildungspass Bundeswehr-Wirtschaft

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr für junge Leute unmittelbar mit den daraus erwachsenden Lebensperspektiven korrespondiere. Nach wie vor tun sich Personalentscheider in der Wirtschaft damit schwer, die aus dem Dienst in den Streitkräften erwachsenen Kompetenzen ehemaliger Zeitsoldaten für ihr Unternehmen einzuschätzen. Einen bereits seit langem durch die HwK Koblenz angeregten Berufsbildungspass Bundeswehr-Wirtschaft wollen beide Seiten intensiv diskutieren und auf den Weg bringen. Dieser müsse vor dem Hintergrund der Entwicklung eines europäischen Bildungspasses gesehen und in diesen größeren Kontext eingebettet werden, machte Wilbert deutlich. Auch von Formen des Studiums im Dreieck zwischen betrieblicher Ausbildung, Bundeswehr und Hochschulstudium könnten ehemalige Soldaten - und durch sie letztlich die Unternehmen in der Region - profitieren.Für Soldaten, die ihren Dienst bei der Bundeswehr ohne vorhergehenden Berufsabschluss antreten, verabredete man die Entwicklung von modularen Erstausbildungsgängen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Berufsbildungszentren der Kammern. Dabei müssten wiederum die zivilberuflich relevanten Kenntnisse und Fertigkeiten aus der militärischen Verwendungen transparent gemacht und anerkannt werden.

Einen Eindruck von dem hohen technologischen Standard in der handwerklichen Berufsausbildung und von der vielfältigen Leistungsbreite der HwK Koblenz im Bereich der Aus- und Weiterbildung gewann General Born bei einem abschließenden Besuch im Metall- und Technologiezentrum der Kammer. Dabei führte er ausgiebige Gespräche mit Lehrlingen und Ausbildern, aber auch mit Soldaten, die zur Zeit an berufsfördernden Maßnahmen bei der HwK Koblenz teilnehmen.

Informationen unter Tel.: 0261/ 398-126, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  

Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 30. Januar 2006