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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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"Soldaten haben ein Recht auf jede mögliche Unterstützung für ihre Rückkehr in den Zivilberuf" PDF Drucken E-Mail

Der Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, informierte sich in Koblenz über die Arbeitdes Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages suchte das Gespräch mit HwK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert und Vertretern des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft.
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages suchte das Gespräch mit HwK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert und Vertretern des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft.

Koblenz. Besuch aus dem Hohen Haus in Berlin: Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, besuchte das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) in der Handwerkskammer Koblenz (HwK).

Die Initiative zu dem Informations- und Erfahrungsaustausch über die zivil-militärische Zusammenarbeit in der Rhein-Mosel-Stadt war vom Standortältesten Koblenz-Lahnstein und Kommandeur des Heerestruppenkommandos (HTrKdo), Generalmajor Ernst H. Lutz, ausgegangen, der gemeinsam mit HwK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert, BzBwWi-Leiter und Oberst d.R. Hans-Joachim Benner sowie dem Vorsitzenden des Beirates für das BzBwWi aus dem HTrKdo, Oberst i.G. Horst Wiesinger, die Gespräche führte. Im Mittelpunkt standen das jahrelange Engagement der HwK und ihres Beratungszentrums für die zivilberufliche Wiedereingliederung von Soldaten auf Zeit (SaZ) und die Zusammenarbeit mit der Wehrdienstberatung in der Nachwuchsgewinnung.

Informationen aus erster Hand erhielt Reinhold Robbe durch (v.l.) Generalmajor Ernst H. Lutz, Regierungsdirektor Jürgen Schmidt, Oberst i.G. Horst Wiesinger und dem Leiter des Beratungszentrums, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner.
Informationen aus erster Hand erhielt Reinhold Robbe durch (v.l.) Generalmajor Ernst H. Lutz, Regierungsdirektor Jürgen Schmidt, Oberst i.G. Horst Wiesinger und dem Leiter des Beratungszentrums, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner.

Robbe, dessen Aufgabe als Wehrbeauftragter vor allem in der Eigenschaft des "Kummerkastens für die Soldaten" wahrgenommen wird, sieht sich selbst "als Sprachrohr und Anwalt für deren Interessen". So machte er deutlich, dass er "gerne auch unterstützt und weitersagt, wenn gute Ideen über alle Hierarchien hinweg in einem engagierten Miteinander entwickelt und umgesetzt werden". Dazu zählte er ausdrücklich die Förderung eines Personalkreislaufes zwischen Wirtschaft und Bundeswehr, wie sie sich das BzBwWi auf die Fahnen geschrieben hat: "Ich spreche Ihnen ein dickes Kompliment aus für das, was Sie in Koblenz auf die Beine gestellt haben! Man spürt, dass die Beteiligten mit Herzblut an dieser Kooperation arbeiten."

"Die Soldaten haben ein Recht auf jede mögliche Unterstützung für ihre Rückkehr in den Zivilberuf. Das gilt mehr denn je vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch die Friedenseinsätze der Bundeswehr im Ausland", führte der Wehrbeauftragte aus und traf damit genau das Anliegen, für das sich die HwK seit vielen Jahren in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr engagiert. "Wer sein Leben - wo auch immer auf der Welt - für unser Land einsetzt, dem müssen nach dem zeitlich begrenzten Dienst in den Streitkräften alle Wege in Berufsbildung und -ausübung offen stehen", warb Wilbert für eine größerer Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen Bildungssystemen. Er erinnerte daran, dass die HwK jüngst Gespräche zwischen Handwerk, Bundeswehr und Universitäten angestoßen hatte, besondere Bachelor-Studiengänge für SaZ zu entwickeln.

Reinhold Robbe (3.v.r.) gewann in der CNC-Werkstatt einen Eindruck von der handwerklichen Aus- und Weiterbildung.
Reinhold Robbe (3.v.r.) gewann in der CNC-Werkstatt einen Eindruck von der handwerklichen Aus- und Weiterbildung.

Auf eine besondere Stärke der handwerklichen Berufsbildung, die eine wichtige Grundlage für die Arbeit des BzBwWi bildet, machte Wilbert im weiteren aufmerksam. "Die Struktur des Handwerks mit seinen kleineren und mittleren Betrieben hat in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass die Handwerkskammern mit ihren Berufsbildungszentren ein Netzwerk geschaffen haben, in denen einerseits der Einzelne individuell qualifiziert und gefördert wird und andererseits innovative technologische Entwicklungen vorangebracht werden. Dieses Qualifizierungsnetzwerk trägt den Bedürfnissen der SaZ bei ihrer Rückkehr in den Zivilberuf Rechnung. Hier können sie sich die Bausteine für ihren beruflichen Aufstieg aneignen - immer in unmittelbarer Nähe zur betrieblichen Wirklichkeit, denn sie lernen hier mit den Lehrlingen, Gesellen und Meistern aus den Unternehmen von heute und morgen."

Aus den Erfahrungen in der täglichen Beratungspraxis erläuterte Benner dem Gast aus Berlin die aktuellen Initiativen der HwK, fachliche Qualifizierungen für kürzer dienende SaZ zu entwickeln, die ohne Eingangsberuf in die Bundeswehr eintreten und nur sehr knapp bemessene Ansprüche über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) geltend machen können. Dabei geht es um zeitlich gestraffte Berufsausbildungen mit anerkanntem Abschluss, die in Zusammenarbeit der HwK-Bildungszentren mit Unternehmen umgesetzt werden sollten. Robbe unterstrich seinerseits die Notwendigkeit dieses Ansatzes, denn die Problematik sei ihm aus seinen zahlreichen Truppenbesuchen und Gesprächen mit Soldaten aller Dienstgrade vertraut.

Im erweiterten Gesprächskreis mit Vertretern der zivilen und militärischen Stellen der Bundeswehr, die im Beirat für das BzBwWi zusammenarbeiten, machten diese deutlich, dass die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber und damit auch ihre Zukunftssicherung im Wettbewerb um den beruflichen Nachwuchs angesichts der rückläufigen Schulabgängerzahlen entscheidend von den Perspektiven abhänge, die sie im Anschluss an den Dienst in den Streitkräften eröffnen könne.

"Uns geht es um einen lebendigen Kreislauf", fasste Wilbert den Austausch zusammen. "Junge Menschen eignen sich nach ihrer Lehre in der Bundeswehr zusätzliche fachliche und soziale Kompetenzen an. Mit Unterstützung unseres Beratungszentrums und des BFD bauen sie darauf auf und qualifizieren sich zu Fach- und Führungskräften für unsere Betriebe. Wir bieten ihnen konkrete, Arbeitsmarkt gerechte Berufsperspektiven an. Mehr noch möchten wir ihnen helfen, ihre individuelle Lebensperspektive zu entdecken und weiter zu entwickeln. Dafür engagieren wir uns mit unserem Zentrum." "Ich ermutige Sie ausdrücklich, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und in ein bundesweites Netzwerk von Beratungszentren auszuweiten", sagte Reinhold Robbe seine Unterstützung dabei zu.

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, Tel.: 0261/ 398-126, Fax: -934, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 22. September 2006