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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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"Nichts ersetzt den Blick in die Praxis" PDF Drucken E-Mail

Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Wichert zu Gesprächen in Koblenz

Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Wichert (Mitte) spricht mit den Teilnehmern des gerade gestarteten SaZ 4-Modells über ihre Erfahrungen aus der Bundeswehrzeit und die Perspektiven für die Rückkehr in den Zivilberuf. Im Hintergrund (v.l.): HwK-Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert, Oberst i.G. Thomas Humm, Jürgen Schmidt und Oberst d.R. Hans-Joachim Benner. Foto: Piel media
Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Wichert (Mitte) spricht mit den Teilnehmern des gerade gestarteten SaZ 4-Modells über ihre Erfahrungen aus der Bundeswehrzeit und die Perspektiven für die Rückkehr in den Zivilberuf. Im Hintergrund (v.l.): HwK-Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert, Oberst i.G. Thomas Humm, Jürgen Schmidt und Oberst d.R. Hans-Joachim Benner. Foto: Piel media

Koblenz. "Nichts ersetzt den Blick in die Praxis, im Ministerium kann ich mir die nicht anlesen", beschrieb der Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), Dr. Peter Wichert, den Hintergrund für seinen Besuch bei der Handwerkskammer Koblenz (HwK) und im dort ansässigen Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi), zu dem ihn HwK-Hauptgeschäftsführer Dr. h. c. mult. Karl-Jürgen Wilbert begrüßte. Zu der gemeinsam besprochenen Praxis zählte insbesondere die zivilberufliche Qualifizierung von Soldaten auf Zeit (SaZ).

Dabei betrat Dr. Peter Wichert kein Neuland, war er doch bereits 1999 als Staatssekretär dabei, als der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping die Zusammenarbeit zwischen HwK und Bundeswehr unter dem Namen "Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk" öffentlich vorstellte. Dieses Datum beschreibt nur eine von unzähligen Begegnungen, die die Jahrzehnte währende Zusammenarbeit zwischen den Organisationen des Handwerks und der Wirtschaft einerseits und der zivilen und militärischen Einrichtungen der Bundeswehr andererseits ausmachen - insbesondere am Standort Koblenz.

"Die Bundeswehr war und ist für die Koblenzer Initiativen in der zivil-militärischen Zusammenarbeit überaus dankbar. Wir sehen, dass sie in das gesamte Bundesgebiet ausstrahlen. Deshalb werden wir auch innerhalb unseres Ministeriums die Kooperationsformen und Informationswege in die Truppe immer neu überprüfen und weiterentwickeln", betonte der Gast aus Bonn. Einen vertiefenden Eindruck von den beruflichen Möglichkeiten, die sich insbesondere durch eine gewerblich-technische Aus- und Fortbildung eröffnen, gewann der Staatssekretär im Gespräch mit Lehrlingen und Ausbildungsmeistern der Kammer - etliche von ihnen selbst ehemalige SaZ - in den Werkstätten der HwK-Berufsbildungszentren.

Neue Ansätze in der beruflichen Bildung

Blick in die berufliche Praxis: Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Wichert lässt sich begeistern von den hoch modernen CNC-Anwendungen in der Metallbe- und -verarbeitung. Foto: Piel media
Blick in die berufliche Praxis: Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Wichert lässt sich begeistern von den hoch modernen CNC-Anwendungen in der Metallbe- und -verarbeitung. Foto: Piel media

Besonderes Interesse brachte er dem Pilotprojekt für SaZ 4+ entgegen, das Mitte Januar mit acht Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet gestartet ist. Darüber können kürzer dienende Soldaten innerhalb von 15 Monaten einem anerkannten Berufsabschluss in den vier handwerklichen Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker, Feinwerkmechaniker und Metallbauer erlangen.

In den Gesprächen, an denen neben Wilbert und dem Leiter des BzBwWi, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner, auch der Leiter des Kreiswehrersatzamtes Koblenz, Jürgen Schmidt, und der Vorsitzende des Beirates für das BzBwWi, Oberst i.G. Thomas Humm, teilnahmen, betonten die Beteiligten das konstruktive Miteinander zwischen Truppe, Berufsförderungsdienst und dem Beratungszentrum als Einrichtung der Wirtschaft. Deutlich wurde aber auch, dass die Informationswege zum einzelnen Soldaten hin - unabhängig davon, wo er stationiert ist - weiter optimiert werden können.

Dr. Peter Wichert machte dazu deutlich, dass sein Ministerium dieser zivil-militärischen Zusammenarbeit größte Bedeutung beimesse, denn die "Bundeswehr braucht für ihre Aufgabenstellung hoch motivierte, gut ausgebildete und zur Weiterbildung bereite Soldaten", die von vorneherein wüssten, dass sie diesen Beruf auf eine befristete Zeit ausübten. "Die Attraktivität der Bundeswehr und damit die Möglichkeit, ihren personellen Bedarf zu decken, steigt in dem Maß, in dem der Übergang in den Zivilberuf mit greifbaren Perspektiven verbunden ist." Dabei verwies der Staatssekretär auf das überdurchschnittliche Engagement der Bundeswehr als Arbeitgeber in der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. "Die Soldaten erlangen durch ihren militärischen Dienst nicht nur zivilberufliche Abschlüsse, sie gewinnen auch mit Blick auf Schlüsselqualifikationen wie Disziplin und Menschenkenntnis, Führungsfähigkeit und -erfahrung."

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, Tel.: 0261/ 398-127, Fax: -934, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 24. Januar 2008